Ransom, Stephen
Erstausgabe
Der Flugplatz, auf tiefliegendem Land zwischen den Orten Brandis, Zeititz, Leulitz und Polenz gelegen, wurde in den Jahren 1934-1935 erbaut. Offiziell wurde er der Fliegerhorst Waldpolenz genannt, war jedoch auch bekannt als Flugplatz Brandis; die US-Armee nannte ihn Polenz Airfield. Sein Deckname bei der Luftwaffe war Bickbeere.
Der Fliegerhorst war für die Blindflugschule l errichtet worden, aber während des Krieges diente er auch als Heimathorst von Bomber-, Nachtjagd- und Jagdgeschwadern. Er wurde ebenfalls als Erprobungsplatz der Firma Junkers Flugzeug- und Motorenwerke AG, Dessau, benutzt.
Die Unfälle und Abstürze des He 177 Bombers des Kampfgeschwaders l und die Einsätze des raketengetriebenen Me 163 Jägers des Jagdgeschwaders 400 bleiben noch in Erinnerung. Ebenso wird an die Erprobung von ungewöhnlichen Flugzeugen erinnert: den Ju 287 Strahlbomber mit nach vorn gepfeilten Tragflächen und den kreisförmigen Nurflügler von Sack in Machern.
Am 16. April 1945 wurde der Flugplatz von Einheiten der US-Armee eingenommen und nach der Kapitulation von Würzen am 24. April wurde er als Repatriierungslager für befreite aliierte Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter benutzt. Erst am 2. Juli 1945, beim Wechsel der Militärverwaltung, trafen sowjetische Truppen im Gebiet um Brandis ein.
Dieses Buch schildert zugleich die Luftfahrt- und Militärgeschichte des Flugplatzes Brandis im Zeitraum 1935-1945.
Softcover
111 Seiten / pages
viele Fotos, Karten
sehr gut erhalten
Lemwerder - 1996 - Stedinger Verlag
Art.Nr. 25706